Sport-Studenten: Übertraining häufige Erkrankung
Sport-Studenten nehmen ihr Studium außerordentlich ernst und ein hoher Anteil aller Studenten, die dieses Studium begonnen haben, beenden es auch (Link zur Statistik: http://www.studserv.de/studium/statistik.php).
Allerdings begleitet insbesondere Sportstudenten immer eine Gefahr – die Gefahr des Übertrainings. Durch die hohe Motivation, was an sich sehr lobenswert ist, schaden die Studenten ihrem Körper oftmals mehr, als ihn zu trainieren und Kondition und / oder Muskelmasse aufzubauen.
Typische Sportarten sind Teamsportarten wie Fussball oder Hockey. Die Gefahr lauert aber auch im bei der Leichtathletik. Chronische Erschöpfungszustände, Depressionen, körperliche Schmerzen und Verletzungen sind dann oftmals die Symptome und werden vom Arzt fälschlicherweise als Grippe behandelt. Die richtige Diagnose – Burnout Syndrom oder Übertraining wird erst nach einem intensivem Gespräch mit dem Arzt festgestellt, wenn die grippeähnlichen Symptome nicht abklingen.
Sind die Studenten erst einmal erkrankt ist der Umgang mit Ihnen sehr schwer. Kommilitonen, Verwandte und Angehörige berichten oftmals von dem schweren Umgang mit Patienten, die am Burnout Syndrom erkrankt sind. Woran man erkennt ob man am Burnout Syndrom erkrankt ist, wie man mit Patienten, die an dieser ernstzunehmenden Krankheit leiden, umgeht und welche Therapiemöglichkeiten es gibt, findet man beispielsweise auf http://www.burn-out-syndrom.org/ - einer Seite mit zahlreichen Informationen zu dem Thema.
Wie sich Übertraining im Leistungssport auf die Leistungsfähigkeit und psychische Erkrankungen auswirkt untersuchte unter anderem die Studie „Leistungssport und psychische Störungen“ von Jürgen Hoyer und Jens Kleinert (PDF-Dokument http://www2.bptk.de/uploads/20100922_leistungssport_ptj_03_2010.pdf). Die Feststellung „Essstörungen, Depressionen, Burnout oder beispielsweise zwanghaftes Verhalten kommt wie in anderen gesellschaftlichen Leistungsfeldern auch im Feld des (Leistungs-)Sports vor und gehört eindeutig in die Hände psychotherapeutisch ausgebildeter Fachleute.“, zitiert aus dem oben verlinkten PDF zu der Studie zeigt auf, dass Leistungssportler, in deren Kategorie Sportstudenten mit den hohen Anforderungen der Universitäten ohne Frage gehören, sehr anfällig für psychische Erkrankungen, insbesondere Burnout Syndrom und Depressionen sind.
Der Fehlschluss, Studenten würden in der Universität die Materie studieren und wüssten um die Gefahren von Übertraining und Möglichkeiten der psychischen Erkrankung als Folge des Leistungsdrucks nur allzu gut Bescheid, wird durch die hohe Erkrankungs- und Verletzungsrate an den Universitäten bewiesen. Hier gilt es unbedingt neue Strukturen aufzubauen. Die Studenten benötigen intensive Betreuung in allen Fragen der Trainingslehre. Nicht nur in der Theorie, insbesondere der Praxis überschätzen viele ihre körperlichen Möglichkeiten und die seelische Belastbarkeit – die Folge heißt dann nur zu oft chronische Erschöpfungssyndrom oder Burnout-Syndrom.